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  Ausbildung
 


Begleithundeprüfung

Grundsätzlich besteht die Begleithundeprüfung aus folgenden Teilen:

  • Erster Teil: Chipkontrolle und Unbefangenheitsprüfung
    • Der Hund muss mindestens 15 Monate alt sein
    • Es wird eine Chipkontrolle durchgeführt
    • Der Hund sollte weder aggressiv oder übermäßig ängstlich gegenüber Menschen und anderen Hunden sein
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  • Zweiter Teil: Unterordnung (es können max. 60 Punkte erreicht)
    • Leinenführigkeit (15 Punkte)
    • Freifolge (15 Punkte)
    • Sitzübung (10 Punkte)
    • Ablage in Verbindung mit Herankommen (10 Punkte)
    • Ablage des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte)
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  • Dritter Teil: Straßenteil (dieser wird nur mit „bestanden/nicht bestanden“ bewertet)
  • Sachkundenachweis (kann bereits vorliegen oder am Tag der Prüfung abgelegt werden)

Zum Bestehen der Begleithundeprüfung müssen im Prüfungsteil der Unterordnung mindestens 42 Punkten erreicht, sowie der Straßenteil mit „bestanden“ bewertet werden. Außerdem muss der Hundeführer einen gültigen Sachkundenachweis haben.

 

Zweiter Teil: Unterordnung

Leinenführigkeit:

Zu Beginn muss sich beim Leistungsrichter angemeldet werden. Der Hund ist dabei mit einem einreihigem, locker angelegtem langgliedrigem Gliederhalsband an einer Meterleine vorzuführen (bei der BH/VT sind aber auch Lederhalsbänder, Stoffhalsbänder oder Brustgeschirr erlaubt).

Angeleint geht es von der Startposition aus der Grundstellung 50 Schritte im normalen Tempo geradeaus. Am Ende der Geraden folgt eine Kehrtwende und anschließend 10 bis 15 Schritte im normalen Tempo, dann 10 bis 15 Schritte im Laufschritt und weitere 10 bis 15 Schritte im langsamen Tempo und schließlich im normalen Tempo bis zum Startpunkt. Von dort geht es nach einem Rechtswinkel 15 Schritte geradeaus, danach wieder ein Rechtswinkel und weitere 15 Schritte geradeaus. Nach der Kehrtwende 7 Schritte bis in die Grundstellung. Auf das Zeichen des Leistungsrichters nach 8 Schritten geradeaus mit einem Linkswinkel in die Gruppe.

In der Gruppe muss eine Acht um zwei Personen gelaufen werden und anschließend die Grundstellung in der Nähe einer Person eingenommen werden. Auf das Zeichen des Leistungsrichters kann die Gruppe verlassen werden. Hierbei sollte ein „Danke Gruppe!“ deutlich zu hören sein.

Laufschema Leinenführigkeit:

 

Freifolge, Sitz und Platz:

Direkt nach der Gruppe geht es wieder in die Startposition, wo der Hundeführer den Hund ableint. Von dort aus geht es erneut 50 Schritte im normalen Tempo geraudeaus bis zur Kehrtwende um anschließend wie zuvor die Tempowechsel durchzuführen. Diese Übung wird ohne die Winkel aus der Leinenführigkeit direkt beendet (es wird nur das unten links dargestellte Schema geradeaus mit Kehrtwende bis zur Rückkehr zum Startpunkt gelaufen).

Nach erneuter Einnahme der Startposition erfolgen die Sitz- und Platzübungen. Nach einer Entwicklung von 10 bis 15 Schritten, darf der Hundeführer anhalten und ein Hörzeichen für „Sitz“ geben. Anschließend entfernt der Hundeführer sich etwa 15 Schritte vom Hund um anschließend zu ihm zurück zu kehren. Alternativ kann das Kommando „Sitz“ ohne vorheriges Halten auch aus der Bewegung ausgeführt werden.

Nach einer weiteren Entwicklung von 10 bis 15 Schritten, darf der Hundeführer anhalten und ein Hörzeichen für „Platz“ geben. (Auch hier darf das Kommando „Platz“ alternativ direkt aus der Bewegegung gegeben werden.) Der Hundeführer entfernt sich anschließend 30 Schritte vom Hund und ruft diesen in den Vorsitz. Schließlich wird der Hund ins „Fuß“ geholt.

Laufschema Freifolge, Sitz und Platz:

Ablage

Für die Ablage begeben sich Hundeführer und Hund im Fuß zur Ablageposition. Dort angekommen wird der Hund in der Grundstellung abgeleint und ins Platz gelegt. Der Hundeführer entfernt sich anschließend 30 Schritte vom Hund und wartet mit dem Rücken zum Hund auf das Zeichen des Leistungsrichters.

 

Ende der Prüfung

Nach Beendigung aller Prüfungsteile der Unterordnung auf dem Platz durch beide Hundeführer müssen diese sich mit den Worten „Unterordnung beendet.“ beim Leistungsrichter abmelden. Abschließend erfolgt die Bewertung der Prüfung durch den Leistungsrichter.

 

Dritter Teil: Straßenteil

Der Straßenteil findet an einem öffentlichen Platz außerhalb des Trainingsplatzes innerhalb einer geschlossenen Ortschaft statt. Der genaue Ort und Ablauf dieses Prüfungsteils wird durch den Leistungsrichter und den Prüfungsleiter festgelegt. Für diesen Prüfungsteil werden keine Punkte vergeben. Zum bestehen wird der Gesamteindruck des Hundes im Straßenverkehr durch den Leistungsrichter beurteilt. Der Hund soll sich hierbei weder aggressiv noch übermäßig ängstlich verhalten.

Die genaue Gestaltung des Straßenteils obliegt dem Leistungsrichter. Die folgenden Übungen sind dabei Beispiele für Prüfungssituationen, die der Leistungsrichter individuell ergänzen oder erweitern kann:

  • Begegnung mit Personengruppe
  • Begegnung mit Radfahrern
  • Begegnung mit Autos
  • Begegnung mit Joggern oder Inline Scatern
  • Begegnung mit anderen Hunden
  • Verhalten des kurzfristig im Verkehr angeleint allein gelassenen Hundes, Verhalten gegenüber Tieren

 
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